Jahrestag des Todes von Uğur Mumcu

Jahrestag des Todes von Uğur Mumcu

Heute jährt sich zum 33. Mal der Tag (24. Januar 1993), an dem die mutige Feder der türkischen Presse, der investigative Journalist und Autor Uğur Mumcu, durch ein heimtückisches Attentat aus dem Leben gerissen wurde.

Uğur Mumcu war nicht nur ein Journalist; er war gleichzeitig ein Kämpfer der Aufklärung, der versuchte, die dunklen Punkte der Türkei zu beleuchten, und der furchtlos gegen Korruption, Terrorismus und das Dreieck aus „religiösen Orden, Politik und Handel“ vorging.

An diesem bedeutungsvollen Tag gedenken wir Uğur Mumcu und der Werte, die er vertrat, unter folgenden Überschriften:

1. „Man kann keine Meinung haben, ohne Wissen zu besitzen“
Dies ist der wichtigste Grundsatz, den er dem türkischen Journalismus hinterlassen hat. Mumcu stützte seine Behauptungen stets auf Dokumente, konkrete Daten und akribische Recherchen. In einer Welt, in der Desinformation heute zunimmt, bleibt dieser Grundsatz weiterhin der verlässlichste Kompass.

2. Pionier des investigativen Journalismus
Er schrieb über Themen, an die sich niemand herantraute, wie Waffenschmuggel, Drogenhandel, Strukturen innerhalb des Staates und die Hintergründe von Terrororganisationen. Werke wie „Rabıta“ und „Kürt Dosyası“ (Die Kurden-Akte) gehören auch heute noch zu den grundlegenden Quellen, um die Geschichte der Türkei zu verstehen.

3. „Wir wurden erschossen, o mein Volk, vergiss uns nicht!“
Nach seinem Tod wurden sein Name, seine Schriften und sein Anliegen von weiten Teilen der Gesellschaft getragen. Jedes Jahr wird der Zeitraum vom 24. bis 31. Januar als „Woche der Gerechtigkeit und Demokratie“ begangen, die mit der Ermordung von Muammer Aksoy begann und durch Uğur Mumcu symbolisiert wird. In dieser Woche werden die Prinzipien der Demokratie, des Laizismus und des Rechtsstaates hervorgehoben.

4. Der Morgen des 24. Januar 1993
Als er vor seinem Haus in der Karlı-Straße in Ankara durch die Explosion einer in seinem Auto platzierten Bombe ums Leben kam, hinterließ er tausende Artikel und dutzende Bücher. Der Schleier über dem Attentat und die Debatten darüber, wer die wahren Täter sind, bleiben auch nach 33 Jahren eine der blutenden Wunden der Türkei.

Erinnern wir uns an ihn mit seinen eigenen Worten:

„Ich bin Anhänger Atatürks… Ich bin Republikaner… Ich bin Laizist… Ich bin Antiimperialist… Ich bin für eine vollkommen unabhängige Türkei… Ich bin Verfechter der Freiheit… Ich bin Menschenrechtsverteidiger… Ich bin der Feind von religiösen Fanatikern, Dieben, Wucherern und Opportunisten.“

Wir gedenken Uğur Mumcu mit Respekt, Sehnsucht und Dankbarkeit. Möge er im Licht ruhen.

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Dogan Büyükbaş
Dogan Büyükbaş
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